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Hochwasser 2013
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Einsätze

 

Am Samstag, den 01. Juni 2013 wurden wir durch den Bürgermeister unserer Marktgemeinde Persenbeug-Gottsdorf informiert, dass mit einem absehbaren Hochwasserpegelstand von 7,50m zu rechnen ist. Umgehend wurden unsere Einsatzkräfte alarmiert, um laut dem dafür vorgesehenen Alarmplan vorzugehen. Die aufwendige Logistiklawine begann somit zu rollen und wir installierten noch am Vormittag die Hochwasserschutzstufe I. Bereits am Nachmittag unterstützten uns die Wehren Weins-Ysperdorf, Altenmarkt und St. Oswald bei den Aufbauarbeiten zur Stufe II.

Am Sonntag, den 02.Juni verschärfte sich die Lage dramatisch und von den Landeshydrologen wurden besorgniserregende 9,49m prognostiziert. Somit wurde sofort der Erfordernis Sorge getragen und auf Schutzstufe III erhöht. Da in der Nacht von 04. auf 05.Juni die Donau mit 9,35m den Pegelhöchststand erreichte, wurden noch zuvor als zusätzliche Vorkehrung über 1000 Sandsäcke auf der Überlaufstelle des Hochwasserschutzdammes aufgebracht. In hervorragender Zusammenarbeit mit den angeforderten Feuerwehren Altenmarkt und St. Oswald konnte diese Nachtarbeit in Rekordzeit absolviert werden.

Große Probleme bereitete uns eine Pumpstation der Hochwasserschutzanlage. Da vermutlich ein großes Abflussrohr defekt ist, drohte unweigerlich eine Überflutung im inneren des Dammes. Wir forderten über den Bezirksführungsstab sofort mobile Großpumpen vom Landesfeuerwehrverband Niederösterreich an, um das Oberflächenwasser sowie die von der Drainage fließenden Wassermaßen unter Kontrolle zu bringen. Für diese tolle Kooperation gebührt den Kameraden der Wehren Horn, Markt Piesting, Steinerkirchen a.F., Dreistetten, Bad Fischau und Retz großer Dank! Weitere Schwierigkeiten erzeugte eine Baumreihe entlang der Schloßstraße. Durch den außergewöhnlich massiven Wellenschlag am Schleusenausgang des Donaukraftwerkes Ybbs - Persenbeug, wurden betroffene Bereiche stark unterspült und große Flachwurzler drohten umzustürzen! Dadurch wäre es wohl zu vorhersehbaren Beschädigungen mit schweren Folgen an den Mobilelementen des Hochwasserschutzes gekommen. Durch die rasche Sicherung der Bäume konnte diese Gefahr jedoch vorerst gebannt werden. Im Einsatzverlauf mussten zudem permanent Dammwachen gestellt werden, damit auf die Gesamtlänge der Schutzanlage ständig der Zustand überprüft werden konnte. Hier wurde uns die dankenswerte Unterstützung der Wehren Hürm und Inning zu Teil. Nebst dieser Tätigkeit wurden auch diverse Pumparbeiten im Ortskern durchgeführt. Sobald es unsere eigenen Mannschaftsressourcen zuließen, unterstützen wir die FF Gottsdorf bei Sicherungsaufgaben im Zuge der provisorischen Dammerrichtung im Ortsteil Hagsdorf.

Erst am Donnerstag entspannte sich die Lage und wir konnten mit dem Abbau der Stufe III beginnen. Tags darauf konnte der Gesamtabbau eingeleitet werden. Bei dieser Einsatztätigkeit kam uns die Feuerwehr St. Martin zu Hilfe.

Ab Samstag, den 08. Juni war dann genauso wie bei den Aufbaumaßnahmen ein großes Quantum an Genauigkeit gefordert, da die zahlreichen Mobilelemente, Steher, Schrauben, Unmengen an Material sowie die eigens dafür erforderlichen Werkzeuge gereinigt und versorgt werden mussten. Dieser peniblen Tätigkeit bedarf es, um die „Einsatzbereitschaft“ des Hochwasserschutzes wieder herstellen zu können. Auch die Zusammenstellung, Kontrolle der richtigen Teilesortierung sowie Erhebung von möglichen Folgeschäden bedarf noch großer Zuwendung. Die Aufräumarbeiten werden sich voraussichtlich noch über die kommende Woche erstrecken.

Auch am Sonntag, den 09. Juni formierte sich wieder ein Trupp unsere Wehr um die Kameraden der FF Gottsdorf so gut als möglich zu unterstützen.

Aufgrund der Sättigung des Erdreiches und der damit verbundenen Gefahr, mussten wir am Montag den 10. Juni in den frühen Nachtstunden erneut ausrücken. Durch die Niederschlagsmengen drohten zwei Häuser überschwemmt zu werden. Mit Sandsäcken in Reserve und Schaufeln ausgerüstet, gelang es uns jedoch das Hangwasser umzuleiten.

Wir möchten uns bei allen beteiligten freiwilligen Feuerwehren, Rettungsorganisationen und der Bevölkerung recht herzlich für die Unterstützung während dem Hochwassereinsatz bedanken!

DANKE!

 

 

Text: OLM Jürgen Riegler

 

 

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Kommentare für Hochwasser 2013
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